Die Birlinghovener begrüßen ihr “Acht-Monats-Kind” EINWEIHUNG Die Evangelische Kirchengemeinde feiert ihren ersten Gottesdienst am neuen Gemeindehaus
Das neue Domizil der evangelischen Kirchengemeinde in Birlinghoven weihen Pfarrer Max Koranyi und Vikarin Uta Krüger ein. FOTO: INGO EISNER
SANKT AUGUSTIN. Es ist ein kleines, heiß herbeigesehntes „Acht-Monats-Kind", dem Pfarrer Max Koranyi von der Evangelischen Kirchengemeinde Stieldorf, Heisterbacherrott und Birlinghoven an Christi Himmelfahrt seinen Gottesdienst widmete. Lange war seine „Geburt" diskutiert, geplant und schließlich schnell realisiert worden: Doch jetzt steht es, das neue Gemeindehaus an der Birlinghovener Straße 17 - nach nur acht Monaten Bauzeit. Groß war daher die Zahl der Gäste, die dem Einweihungsgottesdienst im Garten des neuen Domizils beiwohnten. Die Resonanz lässt Koranyi hoffen: „Wir werden uns noch oft an diesem Ort wiedersehen." Birlinghoven zählt rund 600 evangelische Gemeindeglieder. Die haben lange auf ein neues und schöneres Gemeindehaus warten müssen. Ende der 70-er Jahre waren die evangelischen Christen des Sankt Augustiner Stadtteils der Gemeinde Stieldorf / Heisterbacherrott beigetreten. „Die Gemeinde kaufte damals ein altes Bauerngehöft, das sie eher provisorisch für Gottesdienste und Gemeindearbeit nutzte", sagte Koranyi. Da dieses Gebäude baufällig wurde und zuletzt nicht mehr sanierungsfähig war, musste eine neue Lösung her. Zu den Überlegungen zählte unter anderem, mit der Stadt Sankt Augustin ein großes kombiniertes Gemeinde- und Bürgerhaus zu bauen. Die Kommune entschied sich letztlich dagegen und mietet seit 2002 das von einem Investor erbaute „Haus Lauternbach". 205 000 Euro hat die Kirchengemeinde sich ihr neues Domizil kosten lassen. „Wir haben den Bau über Rücklagen aus den vergangenen Jahren finanziert" sagte der ehemalige Finanzkirchmeister Manfred Markowski, der das Projekt begleitet hat. Für das Inventar startete die Gemeinde Spendenaufrufe, richtete Benefizkonzerte aus und verkaufte symbolische Bausteine. Das neue Haus gleicht einem Einfamilienhaus. Neben einem großen, sakral gehaltenen Raum für die Gottesdienste im Erdgeschoss gibt es einen kleineren Raum für die Gemeindeaktivitäten wie Konfirmandenunterricht, Chorproben und verschiedene Gruppenangebote. Nachdem Bauunternehmer Karl Meurer den symbolischen Schlüssel überreicht hatte, steuerte Manfred Markowski ein Türschloss aus dem alten Gemeindehaus bei. „Es stammt aus der Tür hinter dem Altar in die Sakristei", verriet der ehemalige Presbyter. Superintendent Joachim Corts schenkte einen Ölbaum und VizeBürgermeisterin Marika Roitzheim einen Augustinus-Taler. otn